Freitag, 27. Januar 2023

Nähen perfekt --- perfekt nähen?

Eins vorweg: lange war es hier ruhig. Das Leben 1.0 hatte mich voll im Griff. So langsam tauche ich aus der Versenkung aus und versuche mich in der Onlinewelt wieder einzurichten. 
Als Anfang habe ich mir ein Buch geschnappt was schon lange auf mich wartet.

Nähen perfekt
Die Grundlagen des sauberen nähens

 von Yoshiko Mizuno aus dem Stiebner Verlag.




Ich habe keine Ausbildung in diesem Bereich. Das was ich vom nähen weiss hat mir meine Mama beigebracht. Oder es war learning by doing. Das ist sowieso mehr meins - einfach mal machen.  Die bloße Theorie liegt mir nicht. Und da war diese Buch genau richtig. 


Das Buch startet mit bügeln. Bügeln.... das Wort hat ja immer einen etwas bitteren Beigeschmack.
Aber gut gebügelt ist halb genäht. Das lernt man dann doch irgendwann. Besser ehr als später. 
Und hier geht es nicht nur ums schnöde bügeln. Hier gehts um Technik und um das Aufbügeln von Einlage und Band. 
Kommen wir zum nähen. Grundtechniken und Hilfsmittel werden angesprochen ebenso verschiedene Materialien. Wunderbar beschrieben und mit farbigen Bildern dargestellt.







Doch bevor die erst Naht genäht wird sind aber erstmal die Stecknadeln dran. Die erste Naht wird dann per Hand genäht - eine Heftnaht. Erst danach geht es an die Nähmaschine.




Spätestens jetzt wundert man sich über die schwarzweißen Bilder die das Buch von hier an füllen. 
Erst habe ich mich gewundert. Zum Schluß aber habe ich verstanden, das das die beste Wahl war. So liegt der Fokus voll auf den dargestellten Techniken. Kein schicker Stoff in Trendfarben lenkt einen ab. 





Ich gehe hier jetzt nicht auf alle Einzelheiten ein. Bespreche nicht die Stürznaht, die Kappnaht oder die französische Naht. Auch nicht die Rundungen und geraden Kanten. Das alles dürft ihr gerne selber lesen. 

Mein Resümee: es lohnt sich. 131 Seiten prall gefüllt mit Wissen zu den Grundlagen zum sauberen nähen. 
Lasst euch nicht von dem Titel abschrecken. Wer kann schon perfekt nähen. Meine Mama näht seit über 50 Jahren und es kommt immer noch vor das etwas nicht klappt. 
Also: es muss nicht perfekt sein. Aber sauberes nähen ist ein Ziel das sich lohnt. Es macht einem den Prozess des nähens um ein vielfaches leichter. Und das Ergebnis kleidet einen dann nahezu perfekt.







Das Buch findet ihr HIER 
oder ihr unterstütz die kleine Buchhandlung bei euch vor Ort.


Das Buch wurde mir vom Stiebner Verlag zur Verfügung gestellt. 
Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung.









Für heute bleibt es bei diesem kleinen Ausflug in die Bloggerwelt. Ich tauche erst langsam wieder auf, freue mich aber auf das was kommt.

Sonntag, 18. September 2022

Papiertüten selbst gemacht

 So langsam wird es Herbst und meine getrockneten Blüten, Samen und Chilis müssen verstaut werden. Dafür habe ich mir ein Reststück Packpapier geschnappt. Dazu eine Bastelanleitung. Natürlich hätte ich auch einfach Butterbrotstüten nehmen können. Ich wollte aber undurchsichtige Tüten damit die Inhalte vor Licht geschützt sind. Natürlich ginge es mir auch ums basteln und Reste verwerten. 


Und ruckzuck waren zwei/drei Tüten fertig. 
Davon war ich so begeistert, das ich gleich den ganzen Bogen verbastelt habe. 
Wenn ich etwas mehr Zeit habe fotografiere ich euch auch mal eine Schritt für Schritt - Anleitung.


Normalerweise nehme ich immer meinen Dymo zu beschriften. Ich liebe diesen Retrolook sehr.
Doch diese mal habe ich das neue Spielzeug meines Mannes getestet. Den P-Touch Cube kann man über eine App bedienen und bietet 1000 und eine Gestaltungsmöglichkeit. Ein wirklich sehr nettes Spielzeug. Meinen Dymo werde ich deshalb aber nicht abschaffen.


Für Papiertüten gibt es unendlich viele Anleitungen im Netz. Eine davon ist diese https://www.frauscheiner.de/diy/papiertueten-selbermachen von Frau Scheiner. Ein Blog den ich euch auch so nur empfehlen kann.

Hier findest du Infos zum P-touch Cube von Brother.

Habt einen kreativen Herbstanfang. 
Bis bald….Berit

Dieser Blogpost enthält unbeauftragte und unbezahlte Werbung


Sonntag, 3. Juli 2022

WPI - wraps per inch

Ich liebe es Wolle zu spinnen. Es ist total entspannend und oft ein fantastischer Ausgleich zum stressigen Alltag. Die dabei entstandenen Garne müssen dann aber auch verarbeitet werden. Und da entstehen die Probleme. Wenn ich mir überlege was aus den Strängen werden soll muss ich mir auch irgendwie über die richtige Nadelstärke klar werden. Entdeckt habe ich die hilfreiche Angabe WPI in dem Buch „Texturen stricken“ von Erika Knight aus dem Stiebner Verlag.


Man benötigt nicht viel. Natürlich das Garn, ein Zentimetermaß und einen Bleistift.
Ihr wickelt das Garn locker mehrere Zentimeter um den Bleistift. Und dann wird gemessen und gezählt. Es werden die Umwicklungen auf einer Länge von 2,5 cm gezählt. Bei dickerem Garn besser auf 5 oder sogar 7,5 cm ausweichen. Wichtig: dann die Anzahl der Umwicklungen durch 2 bzw. 3 teilen.



Die Stärke des Garns ergiebt sich dann aus den Umwicklungen.
1=19-22 WPI
2=15-18 WPI
3=12-14 WPI
4=9-11 WPI
5=7-8 WPI
6=6+WPI

Aber nicht nur wegen der tollen WPI-Erklärung (viel besser als ich es kann) lohnt sich diese Buch.
Großartige Erklärungen zu Maschenproben (ich weiß, nicht jedermanns Sachen), Größe, Passform und  Spielraum bei Strickstücken sind darin zu finden

 



Ihr findet diese grossartige Buch HIER .
Oder ihr fragt in der kleinen und feinen Buchhandlung eures Vertrauens nach. Die bestellen das Buch sicher gerne für euch. Und ihr unterstütz den lokalen Einzelhandel.

-Werbung aus Überzeugung- das Buch wurde mir als Rezensionmaterial zur Verfügung gestellt.

Mittwoch, 11. Mai 2022

Feministische Stickdateien

In letzter Zeit beschäftige ich mich sehr mit dem Thema Feminismus. Wahrscheinlich bringt diese komische Zeit das Thema für mich gerade mit und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Und auch ein wenig, weil ich zu Hause auch zwei Teenager habe. 

So kam unweigerlich auch der Wunsch nach 
feministischen auf. Diese Datei ist der Anfang. 
Ich möchte gerne noch mehr davon erstellen. 




Was meint ihr….?
Braucht die Welt feministische Stickdateien?
 

 

Montag, 18. April 2022

Stickdatei Blumenmond

 Endlich online……eine neue Stickdatei!

Ich hoffe es kommen noch weitere Dateien in dem Stil dazu. Dieser gefällt mir gerade sehr. 

Was meint ihr?





Hier findet ihr die Datei: Blumenmond bei Kasuwa

Und hier: Blumenmond bei Etsy

Montag, 31. Januar 2022

Die Maße der Bänder

 Ich durfte vor einiger Zeit ein Schnittmuster von Min Ziari testen - eine Maßbandhülle und ich habe dabei erste Erfahrungen mit meinem neuen Plotter sammeln können. Für mich eine tolle Möglichkeit. 

Ich mag ja so kleine Schönigkeiten. Oft sind sie einfach gut fürs Schneiderherz. Doch dann kamen unter Min Ziaris Post so viel Kommentare die sehr anmaßend waren. Am meisten ging es um das aufrollen der Maßbänder. Die leiern dann aus.. ob sie das denn nicht wüsste…und vieles mehr. Ich fand das sehr entsetzlich. Und habe mich dann lange nicht getraut was dazu zu posten. Doch meine Neugier ist geweckt.



Maßbänder leiern aus wenn man sie aufrollt! - Ich höre das nicht zum ersten Mal. Aber ist das überhaupt so? Woher kommt dieses Wissen. Und so habe ich mich auf die Suche begeben. Ohne Erfolg-ich muss wohl noch weitersuchen. Mal die bekannten Hersteller anschreiben. Gefunden habe ich dennoch viel. Fotos von alten Maßbändern in Lederhüllen - aufgerollt. Topmoderne Maßbänder aus Fiberglas. Fröhlich bunte Maßbänder im Gehäuse mit Feststeller oder ohne. Auf Knopfdruck sieben sie sich automatisch wieder ein. Viele verschiedene Varianten und nicht von No-Name-Herstellern. Die namhaften Hersteller kennt ihr alle. 

In vielen Handarbeitsforen wird immer wieder darauf hingewiesen das Maßbänder beim aufrollen ausleiern und ungenau werden. Mal mehr, mal weniger freundlich. Meistens beruht dieses Wissen auf mündliche weitergabe. Und wahrscheinlich war das auch wirklich mal so. Denn die Maßbänder die meine Oma nutze waren aus beschichteten Gewebeband. Da kann ich mir gut vorstellen das die Dinger ausleierten. Und die modernen Maßbänder aus Kunststoff? Wahrscheinlich verlieren die irgendwann die Weichmacher und werden dann auch ungenau. Oder liegt es vielleicht an der Rollmethode? Locker oder straff gerollt wird wohl einen Unterschied machen. Beweisen kann ich das alles aber nicht. 

Und dann habe ich alle Maßbänder zusammengesucht. Dabei das Maßband meiner Mutter, das sicher nicht ihr erstes ist, aber das schon eine wenig steif wird. Ich kann mich erinnern wie ich als Kind bei ihr im Nähzimmer saß und mit den Bänder gespielt und aufgerollt habe während meine Mutter genäht hat.



Dabei sind NoName-Bänder - gerollt und ungerollt. 
Markenartikel ebenso gerollt und gerollt.
Eins von einem schwedischen Möbelriesen.
Eins von dem ich gar nicht mehr weiss, woher es kommt.
Werbegeschenke
Und was soll ich euch sagen… sie passen alle.



Das Maßband meiner Mama vs. Markenmaßband

NoName-Werbegeschenk


Deshalb zurück zur Maßbandhülle von Min Ziari! Ja, ich nutze sie. Darin reißt mein Maßband mit zu Nähcamps und ähnlichen. Meine ist aus SnapPapp das ich auf der einen Seite bedruckt habe. Ausgeschnitten hat es mein Plotter und es ist mit zwei kurzen Nähten flott fertig. 

Hier findet ihr das Schnittmuster: 

https://www.snaply.de/massbandhuelle-schnittmuster-ebook/a-68035529/ 



Und jetzt könnt ihr mir eure Erfahrungen mitteilen. Ich freue mich auf viele freundliche und hilfreiche Kommentare von euch!

Habt es hübsch…







Freitag, 14. Januar 2022

Schnittmuster aufbewahren - verschiedene Möglichkeiten

Also eins vorweg: ich kann euch nicht die einzig wahre, ideale und beste Möglichkeit liefern um Schnittmuster sinnvoll aufzubewahren. Dafür sind wir alle -glücklicherweise- zu verschieden und haben unterschiedliche Voraussetzungen und Bedürfnisse. Ich besitze ein kleine Nähzimmer im Keller in dem viel auf kleinem Raum untergebracht werden muss. Andere haben vielleicht ein ganzes Dachgeschoss zu einem Atelier umgebaut. Da ich nicht weiß, wie es bei euch aussieht, stelle ich euch ein paar Möglichkeiten vor um Schnittmuster aufzubewahren. Die da sind:

1. Klarsichtfolien in einem Aktenordner 

2. Registermappen

3. Klorollenmanschette

4. Klemmkleiderbügel

5. Briefumschläge in DIN A4

6. Pattern Hookettes

So… ich hoffe, ihr wisst jetzt Bescheid. Das wars….

Nein, so einfach wird es natürlich nicht.




1.Klarsichtfolien in einem Aktenordner - bei mir stehen zur Zeit vier prall gefüllte Ordner im Schrank. Wie ihr seht, noch nicht ordentlich beschriftet. Das kommt noch. Diese Variante finde ich optimal für Taschenschnittmuster, kleinere Kleidungsstücke, usw. Zu gross sollten die Schnittmuster besser nicht sein denn das Schnittmuster wird so klein zusammengefaltet das alle Teile in die Klarsichtfolie passen. Ein Schnittmuster für z.B. einen langen Mantel füllt so einen Folie ganz schön aus. Der Vorteil der Klarsichtfolien: Man kann die Beschriftung der Schnittmusterteile sehen und weiss dadurch um welchen Schnitt in welcher Größe es sich handelt. 




2.Registermappen - auch eine sehr gute Idee! Vorausgesetzt man hat einen Schrank in dem die Box mit den Registmappen untergebracht werden kann. Durch die Reiter sind hier die Schnittmuster leicht zu finden. Ebenso kann man durch farbliche Kennzeichnung die Schnittmuster einteilen. Z.B. nach Hersteller, nach Kleidungsstücken (grün für Hose, rot für Mäntel, …) Sehr schön beschreibt das Lalillyherzilein auf ihrem Blog: https://lalillyherzileien.de/2021/02/ordnung-im-naehzimmer-boxen-beschriften-brother-ptouch-cube.html







3.Klorollenmanschette - grossartig nachhaltig. Sie fallen in jedem Haushalt an und können hier prima wiederverwertet werden. Ich toppe das ganz noch, indem ich die aufgerollten Schnittmuster in alten runden Müsliverpackungen sammel. Auch da ist einen gute Beschriftung echt hilfreich. Entweder ich beschriftet die Klorollen per Hand oder ihr guckt mal Hier und Hier . Jolijou und sewsimple haben tolle Tips wie sich die Klorollen aufhübschen lassen. Der Nachteil der aufgerollten Schnittmuster? Das Schnittmuster liegt beim nochmaligen Gebrauch nicht glatt sonder rollt sich wieder auf. Es brauch da einige Nähgewichte um den Schnitt glatt auf den Stoff zu fixieren.





4.Klemmkleiderbügel - diese Art Hosenkleiderbügel gibt es in verschieden Varianten. Metall, Holz oder Plastik. Da darf jeder selbst entscheiden. Ich habe bei Pinterest wunderschöne Bilder von weiss lackierten Kleiderbügeln auf einem stylisches Kleiderständern gesehen. Die Schnittmuster hingen immer griffbereit im Atelier. Für Menschen die dort ausschließlich nähen, ihren Tag nähend verbringen und ständig mehrere  Schnittmuster in gebrauch haben eine tolle Lösung. Bei wenig Platz nicht ganz ideal. Auch sollte man bedenken das Sonnenlicht die Schnittmuster ausbleicht und das Papier brüchig werden kann. Dazu kommen Familie oder andere Mitbewohner durch die die Schnittmuster beschädigt werden können. Ich habe nur zwei oder drei Schnittmuster an Kleiderbügel geklemmt im Nähzimmer hängen. Meistens die, die gerade in Bearbeitung sind. Das hat den Vorteil das mit einzelne Teile nicht verloren gehen. Sobald ich mit den Schnittmustern fertig bin, packe ich sie dann wieder weg. Als Hobbynäher nähe ich in der Regel nur einen Mantel oder zwei drei  Hoodies und brauch nicht so viele Schnittmuster jederzeit griffbereit. Manchmal nutze ich auch schlichte Drahtkleiderbügel zusammen mit Papierklemmen oder Wäscheklammern. Da lasst euerer Kreativität freien lauf.



5.Versandtaschen - viel Platz für Beschriftungen und Notizen! Versandtaschen sind gross genug um grosse Schnittmuster gefaltet gut verstauen zu können. Dazu bieten sie viel Platz für Beschriftugen - welches Schnittmuster, welcher Designer, Größe, Besonderheiten, etc. Man kann auch einen kleine Stoffprobe, aus dem man das Kleidungsstück genäht hat, ankleben. Am besten man sortiert sie stehen, ähnlich den Registermappen. Je nach dem, welche räumlichen Möglichkeiten vorhanden sind. Oder man stellt sie in Zeitschriftensammler. So kann man auch gut nach Kleidungsstücken, Designern, … sortieren. Zeitschriftensammler gibt es aus Pappe oder Holz oder… Als kleine Seitenbemerkung: Zeitschriftensammler eigenen sich auch für gekaufte Schnittmuster, Zeitschriften, etc.


6. Pattern Hookettes - Schnittmusterhaken Das fällt bei mir unter „Fund des Jahres 2021“. Die zwei wunderbaren Haken habe ich bei der Auflösung einen Näherei in unserer Nachbarschaft gefunden. Es sind stabile Haken aus Draht zur hängenden Aufbewahrung von Schnittmustern. Im Grunde die kleinere Kleiderbügel-Variante. Aber stylischer, kleiner und praktischer. Und in meinem Fall: Erinnerungen. Für die Lieblingsschnittmuster die oft in Gebrauch sind die ideale Lösung.



Ihr könnt die Pattern Hookettes z.B. hier kaufen: 
MacCulloch & Wallis


Ganz unten im Schrank befindet sich bei mir ein Korb mit alten Schnittmustern und Zeitungen. Genäht habe ich noch keins davon. Aber meine Mutter. Für sich und für meine Schwester und mich als wir klein waren. Und das sind sie wieder die Erinnerungen.

Und jetzt kommt ihr! Ich hoffe auf noch ganz viele super Ideen zur Schnittmusteraufbewahrung.